Abrüstung im Sinne des Datenschutzes (Teil III)

Und munter geht es weiter im nun dritten Teil der Serie.

Amazon Prime, Netflix und YouTube

Unser tolles Soundsetup soll natürlich nicht nur von UHD/BluRays und DVDs leben (wobei das evtl. nicht die schlechteste Idee wäre, datenschutztechnisch gesehen). Wir haben zwei Amazon Fire TVs im Haus, eigentlich vier, wenn man die beiden in den LG Fernsehern mitzählt, die ich aber (aus guten Grund nicht ins Netz lasse).

Die Fire TVs (4k Stick im Wohnzimmer und die ältere 4k Box im Schlafzimmer) spielen halt – wer hätte es gedacht – die üblichen Verdächtigen Streamingdienste ab. Zu einem Amazon Prime Video selber, und ab & an Netflix, Joyn oder Apple TV (auch wenn letzteres irgendwie so gar nichts für uns hat, aber wir haben es 1 Jahr gratis bekommen).

Nun kann man sicherlich darüber diskutieren wie bescheuert es ist diese Dienste zu nutzen. Man kann sich bei Amazons Datensammelwut sicherlich vorstellen wie ein Profil über einen erstellt wird, jede Pause, jedes erneute ansehen wird geloggt und fließt hinein. Daraus kann man ja Vorschläge für neue Filme, neue Serien, die man dann kaufen und nicht gratis sehen kann, generieren. So ganz gratis geben die die Streamingangebote zwar nicht her, immerhin bezahlt man 79€ im Jahr für Amazon Prime, allerdings sind dort ja auch sämtliche Versandkosten für Pakete des Giganten enthalten. Amazon trackt sehr intensiv, wie ich in dem im ersten Teil erwähnten Buch erfahren habe. Im Grunde konnte man es sich aber auch denken. Die bieten sehr viel für wenig Geld an, das muss ja „hinken“. Im Gegensatz zu Google fällt mir persönlich der Abschied von Amazon schwer, gerade in der aktuellen Corona-Zeit. Mal eben eine Packung Akkus, ein paar Powerstrips oder vielleicht ein gebundenes Buch, ein neues Armband für die Uhr. Dafür möchte ich zumindest momentan nur ungerne in ein Einkaufszentrum fahren.

YouTube ist das Sternchen an Google. Das, womit ich selber immer zu kämpfen hatte. Ich bin letzten Donnerstag mit einem Freund eine Wette eingegangen, er wettet, dass ich es nicht schaffe YouTube loszulassen und es nicht mehr zu konsumieren. Ich denke das sagt schon einiges aus; ich habe sehr viel gesehen, von Linus Tech Tipps, Linux Videos natürlich, aktuell Videos zu Elektromobilität und insbesondere dem Honda e, aber auch zu exotischen Tieren (Taranteln in dem Fall) um zu lernen, dass man nicht bei einem Bild über diese faszinierenden Tiere von Schreck an die Decke springen muss. Ja, ich kann durchaus behaupten das mir YouTube ein Lehre war. Im doppelten Sinne. Rückblickend habe ich täglich sehr viel Zeit damit verbracht. Auch hier einen Schlußstrich zu ziehen ist eine gute Idee. Außerdem gehört YouTube zu Google ist damit „Lava“.

Link zum ersten Teil

Link zum zweiten Teil

Link zum vierten Teil

Beitragsfoto: Glenn Carstens-Peters via Unsplash.com